Das Ministerium für ein Lebenswertes Österreich (BMLFUW) führt in den einzelnen Bundesländern Radonmessungen als vorbeugende Maßnahme zum Schutz der Bevölkerung durch.

Bereits 1998 wurden erstmalig Radonmessungen in Vorarlberg durchgeführt. Die Ergebnisse sind Grundlage für eine zuverlässige und vorallem aktuelle österreichweite Radonkarte.

Das Land Vorarlberg bittet die Vorarlberger Feuerwehren und den Landesfeuerwehrverband um Unterstützung, diese Radonmesskampagne, in ausgewählten Häusern/Wohnungen von Feuerwehrmitgliedern durchführen zu können. Die Abwicklung des Gesamtprojektes obliegt der Östereichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES).

Was ist Radon überhaupt?
Radon ist ein radioaktives Edelgas. Es entsteht im Boden, dringt durch Risse und Fugen im Fundamentbereich in die Häuser ein und gelangt so in die Atemluft der Bewohner. In Österreich werden ca. 10 % der Lungenkrebsfälle durch Radon verursacht. Radon ist nach dem Rauchen die häufigste Ursache für Lungenkrebs.

Warum werden Messungen durchgeführt?
Die Radonmesskampagne in Vorarlberg ist Teil eines vom Ministerium (BMLFUW) geförderten Projekts und zielt auf die Senkung der Radonbelastung der österreichischen Bevölkerung ab. Die bestehende Radonpotentialkarte wird mit den neuen Ergebnissen verbessert (siehe auch www.radon.gv.at).Dazu werden österreichweit Messungen in etwa 35.000 Gebäuden durchgeführt.
Der Landesfeuerwehrverband Vorarlberg wurde vom Land Vorarlberg und dem BMLFUW um Zusammenarbeit in diesem Projekt zum Radonschutz ersucht.
Im Zuge dieser Kampagne werden Radonmessungen in Häusern von Feuerwehrmitgliedern durchgeführt. Dafür werden in Vorarlberg ca. 1.600 Häuser nach definierten Kriterien für die Radonkartierung ausgewählt. Die Auswahl erfolgt zufällig und anonym, basierend nur auf den definierten geografischen Kriterien. Die Teilnahme ist freiwillig!

Wie laufen die Radonmessungen ab?thumb Bild1
Die Radondetektoren werden in der KW 49 an alle Dienstellen der Ortsfeuerwehren versendet. Durchgeführt werden die Messungen mittels passiven Radondetektoren. Dies sind kleine Messdosen aus Kunststoff, die weder Strom benötigen noch Geräusche verursachen. Sie werden in den beiden meist benutzten Wohnräumen (bevorzugt im Erdgeschoss) aufgestellt und für ungefähr 6 Monate dort gelassen.
Bei dieser Messkampagne ist der Messzeitraum von Jänner 2018 bis Juni 2018. Zusätzlich muss ein Fragebogen über Lage, Bauweise und Nutzung des Wohngebäudes ausgefüllt werden. Nach Ende des Messzeitraums werden die Radondetektoren an die AGES geschickt, wo sie ausgewertet werden. Anschließend werden die Teilnehmer über die Ergebnisse informiert.

Weitere Informationen
Bei Fragen stehen jederzeit folgende Ansprechpartner zur Verfügung:
Landesfeuerwehrverband Vorarlberg
Thomas Brugger, MSc
05522/3510-223
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AGES
Dr. Valeria Gruber
050555-41906
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Je mehr Teilnehmer sich bei diesem Projekt beteiligen, desto genauer wird die Radonkarte für Vorarlberg, zum Schutz der gesamten Bevölkerung.


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